Device Manual DOK-HB-MRA4E
Konzept dieses Referenzhanduches
Dieses Dokument beinhaltet alle Einstellwerte, Direktkommandos und Signale
(Meldungen) des MRA4. Mit anderen Worten, es enthält alle Parameter und Werte, die in
einer theoretisch voll ausgestatteten Gerätevariante des MRA4 verfügbar sind oder
verfügbar gemacht werden können.
VORSICHT!
Es ist nicht die Absicht dieses Dokuments, die Parameter ausführlich zu erläutern oder
gar konkrete Anwendungshinweise zu geben. Insofern stellt es keinen Ersatz für das
(Benutzer-)Handbuch dar, Vielmehr findet sich hier zu jedem Eintrag nur ein kurzer
Hilfetext.
Jedes HighPROTEC-Schutzgerät verarbeitet eine Vielzahl digitaler Werte und Signale
verschiedener Typen. Je nach Typ verwendet diese Technische Dokumentation
verschiedene Begriffe, z. B. „Einstellungen“ (bzw. „Parameter“ oder „Einstellparameter“)
oder „Signale“ (bzw. „Meldungen“) oder „(Mess-)Werte“.
Eine detaillierte Beschreibung der im Gerät existierenden Datentypen befindet sich im
Handbuch, insbesondere im Kapitel „Module, Parameter, Meldungen, Werte“.
Module
Die Firmware eines jeden HighPROTEC-Schutzgerätes kann man sich in verschiedene
Funktionsblöcke, sogenannte „Module“, unterteilt denken. Zum Beispiel ist jede
Schutzfunktion ein Modul. Eine der grundlegenden Ideen der HighPROTEC-Serie ist
allerdings, dieses Modul-Konzept möglichst konsequent umzusetzen. Zum Beispiel
geschieht auch die Berechnung von Statistikdaten in einem eigenen Modul
namens »Statistik«, jedes SCADA-Protokoll ist ein Modul, die grundlegende
Steuerfunktionalität von Schaltgeräten ist in einem Modul namens »Strg« implementiert,
wobei aber spezielle Eigenschaften des Schaltgerätes in wieder einem weiteren Modul
realisiert sind. Es gibt auch ein übergeordnetes »Schutz«-Modul, das mit allen
Schutzmodulen interagiert.
Jeder Parameter, jeder Wert und jedes Signal ist also eindeutig einem Modul zugeordnet.
Man beachte allerdings, dass in den Dialogen zum Einstellen von Parametern (sowohl am
Bedienfeld oder in der Bediensoftware Smart view) der Modulname oft weggelassen wird,
weil er sowieso schon aus dem Menüzweig hervorgeht. Das heißt, die Parameter werden
oft nur mit ihrem Namen aufgeführt, also einfach »Funktion« anstatt der vollständigen
Schreibweise »I[1] . Funktion«. Dadurch werden die Dialoge natürlich übersichtlicher und
es wird auf dem Gerätedisplay kein Platz unnötig verschenkt. Trotzdem sollte man sich
bewusst sein, dass die Schreibweise »Funktion« nur eine Abkürzung darstellt.
In diesem Referenzhandbuch wird jeder Parameter immer zusammen mit dem
zugehörigen Modulnamen angegeben.
Viele Module, insbesondere Schutzfunktionen, existieren in mehreren Instanzen. Diese
stehen völlig unabhängig voneinander zur Verfügung und sich gleich strukturiert. Wenn
zum Beispiel eine Schutzfunktion in mehreren Schutzstufen konfiguriert werden soll,
nimmt man für jede Stufe eine eigene Instanz des jeweiligen Schutzmoduls. Wenn
mehrere Instanzen eines Schutzmoduls existieren, sind diese in eckigen Klammern
durchnummeriert, zum Beispiel für den Phasenüberstromschutz: »
In diesem Referenzhandbuch gibt es zu jedem Modul ein eigenes Kapitel, und dort wird
auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Instanzen angegeben. Die tabellierten
Parameter werden dann allerdings nur für eine Instanz, z. B. »I[1]« aufgeführt, weil die
anderen Instanzen sowieso identisch aussehen.
WOODWARD SEG WIC13PE
WOODWARD WIC12PE 81599989